Politische Gewalt durch Mediation verhindern –

Warum war dies in Tunesien erfolgreich,

anderswo aber nicht?

 Fouad Hamdan 

Worum geht es? 

 

Zuerst wird erläutert, warum in manchen Ländern wie Syrien, Irak, Jemen und Libyen der "arabische Frühling" implodiert ist, und warum er in Tunesien halbwegs erfolgreich verlief. Dann folgen Beispiele von Mediation, mit Fokus auf den sogenannten Quartett, der einen Bürgerkrieg zwischen Islamisten und Liberale in Tunesien verhinderte.

Das Quartett wurde 2013 in Zeiten sozialer Unruhen und Mordanschläge in Tunesien gebildet, als der Prozess der Demokratisierung zu scheitern drohte. Zu den vier Vermittlern gehörten die Gewerkschaft UGTT, der Verband von Industrie, Handel und Handwerk (UTICA), die Liga für Menschenrechte (LTDH) und der Nationale Anwaltsverein.

Der Friedensnobelpreis 2015 ging an das Quartett.

 

Workshopleitung

 

Fouad Hamdan ist seit Juli 2016 Referent für Bürgerbeteiligung beim Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) in Hamburg. Zuvor war er seit Beginn des arabischen Frühlings im Jahr 2011 politischer Berater und Leiter von Demokratie-Projekten in der Krisenregion, speziell in Tunesien, Libyen und für die liberale syrische Opposition. Er beriet Führer von politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen in Strategie, Kampagnenführung und Kommunikation. Auftraggeber waren GIZ, EU- und US-Stiftungen ( www.fouadhamdan.org/consulting).

Hamdan war Gründungsgeschäftsführer des Arab Human Rights Funds (www.ahrfund.org/new/en) in Beirut von 2008 bis 2010, einer Stiftung, die Menschenrechtsaktivisten in der arabischen Region unterstützt. Zuvor war er Kommunikationschef von Greenpeace Deutschland (www.greenpeace.de), gründete Greenpeace Libanon, leitete dort Kampagnen, war PR-Chef bei der Deutsche Post DHL Group (www.dpdhl.com) in Bonn und Direktor von Friends of the Earth Europe (www.foeeurope.org) in Brüssel. Hamdan hat seine berufliche Laufbahn 1987 bei der Deutschen Presse-Agentur (www.dpa.de) begonnen, zunächst als Journalist und später als Korrespondent in Ägypten und am Golf.

Der Deutsch-Libanese Hamdan ist 1959 in Uetersen, Schleswig-Holstein, geboren, aber in Beirut aufgewachsen. Er hat ein Diplom in Politikwissenschaften an der Universität Hamburg erlangt.

Mehr: www.fouadhamdan.org/vita

 

 

Format: Vortrag (30 Minuten max), danach Fragen/Antworten + Diskussion

Vorkenntnisse in Mediation sind nicht Voraussetzung

 

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